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WG - Leben auf Probe

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"Vier Wände - und was ich sonst noch zum Wohnen brauche" - ein Angebot vom Ambulant Unterstützten Wohnen

Wohnwerkstatt
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Bei einer Tasse Tee sitzen Lena, Laura und Maria am Küchentisch und überlegen sich Gruppenregeln. Lena möchte, dass Probleme offen angesprochen werden: „Früher habe ich immer alles in mich hineingefressen, dann ging es mir nicht gut. Es ist besser, wenn man über Probleme redet!“. Die drei jungen Frauen möchten bald von zu Hause aus- und gerne in eine WG ziehen. Damit das besser klappt, machen sie seit einigen Wochen einen Kurs unter dem Motto „Vier Wände - und was ich sonst noch zum Wohnen brauche“ beim Ambulant Unterstützten Wohnen der Lebenshilfe Münster mit. 

Nicole Raffius leitet das AUW und erklärt, was es mit dem Training auf sich hat: „In kleinen Gruppen treffen sich junge Erwachsene mit Behinderung regelmäßig in unserer sogenannten Probewohnung. Zusammen üben wir dann in kleinen Einheiten, worauf man in einer eigenen Wohnung achten muss. Der Kurs soll die Teilnehmenden dazu befähigen und ermutigen, selbstständig zu wohnen!“ Neben Gruppenregeln für ein harmonisches Zusammenleben stehen dabei vor allem praktische Themen wie Kochen, Putzen und Einkaufen auf dem Programm. Maria zeigt einen Zettel, der mit verschiedenen Symbolen und Bildern von Lebensmitteln beklebt ist: „Wir schneiden Bilder aus Prospekten aus und sortieren, was man dringend braucht und was man nicht so dringend braucht.“ Lena ergänzt: „Wir üben auch, wie man Preise vergleicht, zum Beispiel von Brot. Und wo das Haltbarkeitsdatum steht, das ist nämlich manchmal ganz schön schwer zu finden.“ Wie in jeder guten WG gibt es auch in der Probewohnung einen Putzplan - auf einem großen Whiteboard im Flur haben die drei aufgeteilt, welche Aufgaben einmal im Monat, einmal in der Woche oder täglich erledigt werden müssen. Aber in der Gruppe macht selbst das Badputzen Spaß, wie Laura erzählt: „Wir hören beim Putzen laut Musik. Jeder kann sich mal Musik aussuchen, ich höre gerne Schlager beim Putzen.“

Noch beschränkt sich das WG-Leben „auf Probe“ auf zwei Stunden pro Woche, doch spätestens im nächsten Jahr wollen Laura, Maria und Lena eine gemeinsame Wohnung finden. Haben sie bei dem Gedanken an einen Auszug aus dem Elternhaus auch ein mulmiges Gefühl? Maria schüttelt den Kopf, sie habe nur Angst, keine passende Wohnung zu finden. Und Lena ergänzt: „Dieser Kurs hier hat mich schon so viel weitergebracht, ich habe richtig viel gelernt!“

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