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Eine Spritze Alltag!

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Endlich ist es soweit - das schrittweise Impfen gegen COVID-19 ist gestartet, die List der impfberechtigten Berufsgruppen wurde erweitert. Wir haben für Sie wichtige Informationen zu einem übersichtlichen FAQ für Sie zusammengestellt, das wir stetig auf dem aktuellen Stand der Dinge halten (auch in Leichter Sprache).

Eine Spritze Alltag
Eine Spritze Alltag

Gemäß der Impfstrategie der Bundesregierung können wir uns alle in den folgenden Wochen und Monaten freiwillig und kostenlos impfen lassen. Mit einer Impfung schützen wir uns und andere und es gilt: je mehr Menschen geimpft sind, desto weniger kann sich das Virus verbreiten. 

Je mehr Menschen geimpft sind, desto mehr können wir auf Normalität und Alltag hoffen!

Da wir wissen, dass das Thema Impfen auch mit Unsicherheiten und Vorbehalten verbunden ist, haben wir wichtige Informationen zu einem übersichtlichen FAQ für Sie zusammengestellt, das wir stetig auf dem aktuellen Stand der Dinge halten (auch in Leichter Sprache).

(Stand:  04. März 2021)

Quellen: 

Robert-Koch-Institut 

Landesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW 

Paul-Ehrlich-Institut
Bundesvereinigung Lebenshilfe 
Stadt Münster 

Erweiterung der Impfberechtigung

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 Die Liste der impfberechtigten Berufsgruppen wird zum 08. März 2021 unter anderem erweitert um: 

  • Personal, das an einer Grundschule oder Förderschule tätig ist (dies umfasst auch Schulbegleiter*innen)
  • Beschäftigte der ambulanten Dienste der Eingliederungshilfe 

Eine detaillierte Auflistung finden Sie auf der Seite der Stadt Münster, ebenso die Verlinkung für die Terminbuchung. 

Bitte wenden Sie sich für die Arbeitgeberbescheinigung an Ihre Teamleitung/ Koordination. 

Warum sollte ich mich impfen lassen? 

„Die Impfung ist eine einzigartige Chance, die Pandemie unter Kontrolle zu bringen.“ mags.nrw

  • Niemand wird zur Impfung gezwungen, es handelt sich hierbei um ein kostenloses Angebot von Bund und Ländern.
  • Da es momentan aber noch kein Medikament gegen COVID-19 gibt, gilt eine Impfung als beste medizinische Chance gegen die Krankheit. Eine Impfung trägt sowohl zum individuellen Schutz als auch zur Eindämmung der Pandemie bei. Mittelfristig wird die Impfung es ermöglichen, die Kontaktbeschränkungen zu lockern.
  • Wie lange der Impfschutz besteht, ist momentan noch nicht geklärt.
  • Wie bei jeder Impfung können auch hier Impfreaktionen auftreten. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Welche Impfstoffe werden verwendet? 

  • In der EU und somit auch in Deutschland sind momentan die beiden mRNA-Impfstoffe von BioNTech ( „Comirnaty“) und Moderna („COVID-19 Vaccine Moderna“) zugelassen, seit Ende Januar (bedingt) auch der Vektor Impfstoff „COVID-19 Vaccine Astra Zeneca“ von Astra Zeneca AB. (Stand: 04. Februar 2021)
  • Die beiden mRNA-Impfstoffe haben sich in der klinischen Erprobung als sehr effektiv erwiesen: mit einer Wahrscheinlichkeit von ca. 95 % erkrankt eine geimpfte Person nach Kontakt mit SARS-CoV-2 nicht an Corona.
  • Beide Impfstoffe müssen in zwei Dosen in einem Abstand von ca. 3 Wochen verimpft werden.
  • Der Vektor-Impfstoff von Astra Zeneca muss ebenfalls zweimal verimpft werden, allerdings im Abstand von vier – zwölf Wochen. Die bisher ermittelte Wirksamkeit liegt bei 60 %.
    Im Gegensatz zu den anderen beiden Impfstoffen ist Astra Zeneca momentan nur für 18- bis 65-Jährige zugelassen. Für Jüngere bzw. Ältere liegen noch nicht genügend Daten zur Prüfung vor. Die Zulassung wird von der STIKO bei neuer Datenlage entsprechend angepasst.


Für alle Anspruchsberechtigten laut Impfreihenfolge gilt: 

  • Wenn die STIKO Impfstoffe ausschließlich für Personen zwischen 18 und 64 Jahren empfiehlt, sollen diese Personen vorrangig diese Impfstoffe enthalten. Dies gilt im Moment für den Impfstoff von Astra Zeneca. 
  • Wenn die STIKO hingegen Impfstoffe nur für Personen unter 18 Jahren und ab 65 Jahren empfiehlt, sollen diese Personen bei der Versorgung mit diesen Impfstoffen vorrangig berücksichtigt werden. Für Personen ab 65 Jahren sollen daher vorrangig die Impfstoffe von BioNTech und  Moderna eingesetzt werden. Da der Impfstoff von BioNTech als einziger bereits für Personen ab 16 Jahren einsetzbar ist, gilt auch für diesen Personenkreis die vorrangige Berücksichtigung bei der Versorgung mit diesem Impfstoff. 

Warum gibt es so schnell Impfstoffe?

Aufgrund der akuten Dringlichkeit hat sich eine besondere Situation ergeben:

  • Bereits in der Entwicklungsphase haben die Hersteller wie etwa BioNTech nach und nach Daten zu dem neuen Impfstoff an die zuständigen Zulassungsbehörden geschickt („Rolling Review“)
  • Die STIKO („Ständige Impfkommission“) hat diese Daten unabhängig ebenfalls nach und nach bewertet
  • So konnte es zeitnah eine Zulassung des Impfstoffes sowie eine wissenschaftlich fundierte Empfehlung geben.

Wie wird die Impfreihenfolge festgelegt? 

Die Rechtsverordnung zum Zugang zur Impfung gegen COVID-19, die am 15.12.2020 in Kraft getreten ist, regelt die Reihenfolge der Impfungen. Insbesondere gefährdete Personen in stationären Pflege- und Senioreneinrichtungen werden priorisiert. Die Reihenfolge basiert auf Empfehlungen, die die Ständige Impfkommission (STIKO) gemeinsam mit dem Ethikrat und der Leopoldina entwickelt hat. Für Münster haben die Stadt und die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) auf dieser Basis ein Impfkonzept erarbeitet.

 Am 08.02.2021 ist eine überarbeitete Fassung der Coronavirus-Impfverordnung in Kraft getreten, die den Zugang zur Impfung gegen Covid-19 regelt!.


Höchste Priorität:

  • "Personen, die in stationären und teilstationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind (§ 2 Absatz 1)" - diese Vorschrift umfasst Bewohner*innen und Mitarbeitende. 
    (Besondere Wohnformen nach dem SGB IX, also Einrichtungen, deren Zweck die Unterstützung von Menschen mit (geistiger) Behinderung ist, scheinen nach dem Wortlaut der Vorschrift nicht erfasst zu sein (siehe Einschätzung der Bundesvereinigung Lebenshilfe)). 
  • "Personen, die im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig ältere oder pflegebedürftige Menschen behandeln, betreuen oder pflegen [...] (§2 Absatz 1 Nummer 3)" - diese Vorschrift umfasst Mitarbeitende ambulanter Pflegedienste, die regelmäßig Menschen mit (geistiger) Behinderung versorgen, die einen Pflegegrad im Sinne des SGB XI haben und damit pflegebedürftig sind. 
  • Personen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben. 

Hohe Priorität

  • "Personen, bei denen ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht."
    Die Liste an relevanten Vorerkrankungen ist mit der überarbeiteten Fassung deutlich erweitert worden. Zu den relevanten Vorerkrankungen zählen u.a.  Personen mit Trisomie 21, mit einer Demenz oder mit einer geistigen Behinderung oder mit schweren psychischen Erkrankungen (bipolare Störung, Schizophrenie, schwere Depression) unabhängig davon, wo sie leben!
  • Bis zu zwei enge Kontaktperson von einer pflegebedürftigen Person der oben genannten Gruppe, die nicht in einer Einrichtung lebt. Wer die enge Kontaktperson ist, bestimmt die betroffene Person oder ihr gesetzlicher Vertreter. 
    (Die Verwendung des Begriffes "pflegebedürftig" spricht laut Einschätzung der Bundesvereinigung Lebenshilfe dafür, dass eine zusätzliche Voraussetzung geschaffen wurde. Das heißt, dass eine vorrangige Impfung nur in Betracht kommt, wenn die Person mit den aufgeführten Vorerkrankungen (also z.B. Trisomie 21) auch pflegebedürftig ist.)
  • Wichtig: erfasst sind mit dieser Vorschrift nach Auffassung der Bundesvereinigung Lebenshilfe auch bis zu zwei enge Kontaktpersonen von Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren, die entsprechende Vorerkrankungen haben, aber selbst noch nicht geimpft werden können
  • "Personen, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege geistig oder psychisch behinderter Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig oder psychisch behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen." (§3 Absatz 1 Nummer 4) 
    Die Überarbeitung der Verordnung wurde nicht genutzt, um den Wortlaut der Vorschrift so anzupassen, dass auch ambulante Dienste der Eingliederungshilfe erfasst sind. In der Verordnungsbegründung ist allerdings von "ambulanten Diensten" die Rede. Auch die Empfehlung der ständigen Impfkommission STIKO bezieht ambulante Dienste der Eingliederungshilfe mit ein.   
  • "Personen, die im Rahmen der nach Landesrecht anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag im Sinne des § 45 a des SGB XI regelmäßig bei älteren oder pflegebedürftigen Menschen tätig sind (§3 Absatz 1 Nummer 9). Umfasst sind damit auch Angebote zur Unterstützung im Alltag nach § 45 a, SGB XI. 
  • Personen, die das 70. Lebensjahr vollendet haben

Genauere Ausführungen zu diesen Vorschriften und deren möglichen Auslegungen finden Sie auf der Internetseite der Bundesvereinigung Lebenshilfe.


Wo wird geimpft? 

  • Die Münsterische Impfzentrale ist in der Halle Münsterland eingerichtet.
  • Abhängig von der Verfügbarkeit des Impfstoffes sollen danach auch niedergelassene Praxen und Betriebsärzte eingebunden werden.

Wie bekomme ich einen Termin? 

  • Die rund 1,2 Millionen Über-80-Jährigen in Nordrhein-Westfalen wurden in einem Schreiben von Minister Laumann über die Möglichkeiten der Terminvereinbarung und die Abläufe in den Impfzentren informiert.
  • Nach Erhalt des Schreibens kann man zwei Termine über die Hotline oder die Internetadresse vereinbaren.
  • Zunächst werden Menschen geimpft, die 80 Jahre oder älter sind und außerhalb von Einrichtungen leben (siehe auch unter Punkt "Impfreihenfolge").
  • Die kostenlose Telefonnummer lautet: 0800 11611702


Wie läuft die Impfung ab? 

  • Eine Impfung wird nur mit Termin möglich sein. Die Behörden bitten darum, nicht ohne Termin zu den Impfzentren zu kommen.
  • Für die Terminvergabe kann die Telefonnummer 0800 11611702 oder die Internetseite www.116117.de genutzt werden. Auch eine Terminvergabe via App ist vorgesehen.
  • Nach Ihrer Anmeldung werden Sie ausführlich von einer Ärztin oder einem Arzt beraten, sowohl zu Ihrer medizinischen Vorgeschichte als auch zu Fragen rund um die Impfung.
  • Das Landesgesundheitsministerium weist ausdrücklich darauf hin, dass die Impfung nur mit Ihrer ausdrücklichen Einwilligung erfolgt und selbstverständlich nur dann, wenn es keine Komplikationen gibt.
  • Normalerweise wird die Impfung in den Oberarm gespritzt. Nach der Impfung sollen Sie noch ca. 30 Minuten zur Beobachtung bleiben – so soll sichergestellt werden, dass Ihnen nicht etwa auf dem Heimweg unwohl wird.
  • Die Impfung mit dem aktuell verwendeten Impfstoff „Comirnaty“ von BioNtech/ Pfizer (gleiches gilt auch für den Impfstoff von Moderna) muss im Abstand von drei Wochen zweimal durchgeführt werden, um ihre Wirksamkeit zu entfalten. Deshalb erhalten Sie zwei Termine.
 
Bringen Sie zum Impftermin bitte mit:

  • Terminbestätigung
  • Impfpass
  • Elektronische Gesundheitskarte
  • Falls vorhanden: medizinische Unterlagen wie etwa Diabetikerausweis
  • Nachweis für die priorisierte Berechtigung zur Impfung
    o Altersnachweis (z.B. Personalausweis)
    o Bei chronischen Erkrankungen: ärztliches Zeugnis
    o Als Kontaktperson brauchen Sie eine entsprechende Bestätigung der von Ihnen betreuten Person

Was muss ich nach der Impfung beachten?

Nach der Impfung haben Sie einen Schutz dagegen, an COVID-19 zu erkranken. Sie können aber ggf. das Virus noch weiter verbreiten und Menschen anstecken, die noch nicht geimpft sind. Daher gilt auch nach der Impfung: Abstand- und Hygieneregeln beachten, Maske tragen und regelmäßig lüften! 

Wo finde ich Informationen in Leichter Sprache?

  • Unser NetzStecker-Büro für inklusive Medienbildung hat wichtige Informationen in Leichter Sprache zusammengestellt.

      Den Flyer können Sie hier herunterladen! 

Wo finde ich mehrsprachige Informationen?

  • das Landesministerium bietet eine Video-Sprechstunde in Deutscher Gebärdensprache an. 
  • das Robert-Koch-Institut hat Aufklärungsbogen zur Impfung in 19 verschiedenen Sprachen zusammengestellt. 
  • Refugio Münster bietet eine mehrsprachige Telefonsprechstunde zu "Psychischer Gesundheit in Zeiten von Corona" an. 

Kontakt

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