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Eine Spritze Alltag!

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Die Liste der impfberechtigten Berufsgruppen wurde erweitert, auch Personen mit Vorerkrankungen können nun geimpft werden. Wir haben für Sie wichtige Informationen zu einem übersichtlichen FAQ für Sie zusammengestellt, das wir stetig auf dem aktuellen Stand der Dinge halten (auch in Leichter Sprache).

Eine Spritze Alltag
Eine Spritze Alltag

Gemäß der Impfstrategie der Bundesregierung können wir uns alle in den folgenden Wochen und Monaten freiwillig und kostenlos impfen lassen. Mit einer Impfung schützen wir uns und andere und es gilt: je mehr Menschen geimpft sind, desto weniger kann sich das Virus verbreiten. 

Je mehr Menschen geimpft sind, desto mehr können wir auf Normalität und Alltag hoffen!

Da wir wissen, dass das Thema Impfen auch mit Unsicherheiten und Vorbehalten verbunden ist, haben wir wichtige Informationen zu einem übersichtlichen FAQ für Sie zusammengestellt, das wir stetig auf dem aktuellen Stand der Dinge halten (auch in Leichter Sprache).

(Stand:  29. März 2021)

Quellen: 

Robert-Koch-Institut 

Landesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW 

Paul-Ehrlich-Institut
Bundesvereinigung Lebenshilfe 
Stadt Münster 

Wiederaufnahme der Impfung mit AstraZeneca (Mitteilung der Stadt Münster)

Das Impfzentrum der Stadt Münster setzt ab dem Freitag, 19. März 2021 die Impfungen mit dem Impfstoff AstraZeneca fort. Nach entsprechenden Warnungen des Paul-Ehrlich-Instituts und Aufforderungen des Bundes- und des Landesgesundheitsministeriums waren die Impfungen mit AstraZeneca auch in Münster ausgesetzt worden und die Sicherheit des Impfstoffs wurde erneut überprüft. Mit dem Ergebnis, dass die Impfungen nun bundesweit fortgesetzt werden sollen.


Für Termine, die am 15.3.2021 durch das Impfzentrum abgesagt wurden, gilt:

  • Ausgesetzte Impftermine finden wie geplant statt: Termine für Impfungen mit AstraZeneca, die ab dem 19.03.2021 im Impfzentrum Münster vereinbart waren und am 15. März wegen des Impfstopps kurzfristig ausgesetzt wurden, können nun wieder wie geplant stattfinden. Die Betroffenen werden hierüber per E-Mail informiert.

  • Nachholtermine für ausgefallene Impfungen: Impfungen, die zwischen dem 15.03.2021 und dem 19.03.2021 stattfinden sollten und abgesagt wurden, können in der darauffolgenden Woche am selben Wochentag um dieselbe Uhrzeit nachgeholt werden. Auch diese Betroffenen werden per E-Mail informiert. Die Stadt Münster bittet dringend darum, dass diese Impfberechtigten das Buchungsticket mitbringen, das sie ursprünglich für den ausgefallenen Termin erhalten hatten. Ist es den Impfberechtigten nicht möglich, den Ersatztermin in der kommenden Woche wahrzunehmen, werden sie gebeten, kurzfristig einen neuen Termin wie gewohnt zu vereinbaren.

  • Zweitimpfungen: Die Termine der Zweitimpfungen für die Personen, die ihre Erstimpfung mit dem Impfstoff AstraZeneca bereits erhalten haben, bleiben bestehen.

  • Für medizinische Rückfragen kontaktieren Sie bitte Ihren Hausarzt oder Ihre Hausärztin. Leichtes Fieber bis 39°C, Schmerz an der Injektionsstelle, leichte Kopf- oder Gliederschmerzen sind für ein bis zwei Tage nach der Impfung vollkommen normal und lassen sich mit etwa Paracetamol gut selbst behandeln. Im Falle von dumpfen, drückenden Schmerzen, die den ganzen Kopf betreffen und auch vier Tage nach der Impfung mit AstraZeneca auftreten oder anhalten, suchen Sie bitte Ihren Hausarzt oder Ihre Hausärztin zur Klärung auf.

Quelle: Stadt Münster  

Informationen zur Impfberechtigung in Münster

Chronisch Erkrankte, die in der CoronaImpfV des Bundes (§ 3 Abs. 1 Nr. 2) benannt sind müssen keine gesonderten Anträge stellen. Entscheidend ist die ärztliche Bescheinigung.

Die Personengruppen laut CoronaImpfV des Bundes
§ 3 Abs. 1 Nr. 2 CoronaImpfV – Schutzimpfungen mit hoher Priorität


a) Personen mit Trisomie 21 oder einer Conterganschädigung
b) Personen nach Organtransplantation
c) Personen mit einer Demenz oder mit einer geistigen Behinderung oder mit schwerer psychiatrischer Erkrankung, insbesondere bipolare Störung, Schizophrenie oder schwere Depression
d) Personen mit behandlungsbedürftigen Krebserkrankungen
e) Personen mit interstitieller Lungenerkrankung, COPD, Mukoviszidose oder einer anderen, ähnlich schweren chronischen Lungenerkrankung
f) Personen mit Muskeldystrophien oder vergleichbaren neuromuskulären Erkrankungen
g) Personen mit Diabetes mellitus mit Komplikationen
h) Personen mit Leberzirrhose oder einer anderen chronischen Lebererkrankung
i) Personen mit chronischer Nierenerkrankung
j) Personen mit Adipositas (Personen mit Body-Mass-Index über 40)
k) Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht


Zum Nachweis einer Impfpriorisierung genügt die (fach-)ärztliche Bescheinigung, die folgende Kriterien erfüllen muss:

1. Ausstellung des ärztlichen Zeugnisses nach dem 10.03.2021
2. Folgende Anspruchsgrundlage auf Schutzimpfung mit hoher Priorität muss genannt sein: „§ 3 Abs. 1 Nr. 2 CoronaImpfV“

Die ärztliche Bescheinigung muss am Tag der Impfung zwingend als Anlage zu dem Terminticket mitgeführt werden. Ohne ärztliche Bescheinigung zum Nachweis der Impfberechtigung können Sie nicht eingelassen werden. Das ärztliche Zeugnis kann nicht im Vorfeld an das Impfzentrum gesandt werden.

Den Link zur Terminvergabe finden Siehier: 

 Die Liste der impfberechtigten Berufsgruppen wurde zum 08. März 2021 unter anderem erweitert um: 

  • Personal, das an einer Grundschule oder Förderschule tätig ist (dies umfasst auch Schulbegleiter*innen)
  • Beschäftigte der ambulanten Dienste der Eingliederungshilfe 

Eine detaillierte Auflistung finden Sie auf der Seite der Stadt Münster, ebenso die Verlinkung für die Terminbuchung, die Sie noch bis zum 01. April wahrnehmen können. 

Bitte wenden Sie sich für die Arbeitgeberbescheinigung an Ihre Teamleitung/ Koordination. 

Kostenloser Schnelltest 

Kostenfreie Corona-Testungen in Münster

Alle Bürger*innen haben ab sofort die Möglichkeit, sich kostenlos durch einen Schnelltest (PoC-Test) auf eine SARS-CoV-2-Infektion testen zu lassen. Durch die Coronavirus-Testverordnung vom 7. März 2021 hat jede (asymptomatische) Person einmal pro Woche Anspruch auf einen Antigen-Schnelltest.
Sollten Sie jedoch COVID-19-verdächtige Symptome haben, wenden Sie sich bitte an Ihre hausärztliche Praxis. Die folgenden Test-Stellen stehen Ihnen derzeit in Münster zur Verfügung.
(zuletzt aktualisiert: 10. März 2021)

Testzentren
Testcenter, Am Hawerkamp 29a, 15minutentest.de/muenster
Drive-In am HIT-Markt, Geringhoffstraße 44, testanddrive.de


Ärztliche Praxen
Vorherige Anmeldung per Mail oder telefonisch:

  • Allgemeinmedizinische Praxis Dr. Wolf-Ulrich Mader & Dr. Stefan Blüggel, Theodor-Storm-Straße 2, Tel. 02501/262626
  • Ärztehaus Mondstraße, Dr. Matthias Döring, Dr. Karen Steinhaus, mail@aerztehaus-mondstrasse.de
  • Centrum für interdisziplinäre Medizin – Infektiologische Praxisgemeinschaft, Dr. Heiner Busch, Dr. Stefan Christensen, Salzstraße 58, Tel. 0251/98 700 0
  • Dermatologie MS, Dr. Anja Brinkmann, Hohenzollernring 10-12, termine@dermatologie.ms
  • Dermatologische Gemeinschaftspraxis, Dr. Ottilie Rödder-Wehrmann, Prof. Wolfgang Wehrmann, Warendorfer Straße 183, Tel. 0251/35051
  • Dr. Thomas Duda, Bohlweg 59, Tel. 0251/2303811
  • Dr. Hubertus Egbring, Rothenburg 49, Tel. 0251/47517
  • EP Dr. Veronika Engelbertz von Eiff, Idenbrockplatz 24, Tel. 0251/213340
  • Dr. Ewald Hibbe, Kirchstraße 14, Tel. 0251/233661
  • Dr. Sabine Ludt, Kanalstraße 15, Tel. 0251/2301990
  • Stefan Marschalleck, Davertstraße 55, marschalleck@muenster.de
  • Dr. Dörte Rasch, Scharnhorststr. 46, Tel. 0251/533262
  • Dr. Claus-Dietmer Richter, Windthorststraße 65, Tel. 0251/43377
  • Dr. Ulrike Schmitz-Nahrath, Kötterstraße 1, Tel. 0251/9277055
  • Dr. Carsten Schriek, Gertrudenstr. 29, Tel. 0251/53096910
  • Dr. Michael Speidel, Ringstrasse 151, Tel. 02501/2043
  • Dr. Martina Terstiege, Westerheide 22, Tel. 0251-1442874 (ab 15.3.)
  • Dr. Bernd Unbehaun, Münsterstraße 3 (nur eigene Patienten, ab 13.3.)
  • Dr. Felicitas Veerport, Wolbeckerstraße 21, Tel. 0251/60476
  • Dr. Wolfgang Zeeden, Albersloher Weg 419, Tel. 0251/614883
  • Georg Wünstel, Neuer Heidkamp 12, Tel. 0251/211615
  • Gemeinschaftspraxis im Kreuzviertel, Dr. Jürgen Diehle und Dr. Horst Fatum, Altumstraße 15, Tel. 0251/293329
  • Gemeinschaftspraxis Münster-Mauritz, Dr. Viktor Egen, Dr. Christina und Dr. Bernd Fallenberg, Warendorfer Straße 77, Tel. 0251/36663
  • Gemeinschaftspraxis, Dr. Rolf Surmann, Windthorststraße 8, Tel. 0251/58800 (ab 22.3.)
  • Gemeinschaftspraxis Dr. Timo Altenkämper, Dr. Christina Mosler, Dr. Achim Schick, Albersloher Weg 467, Tel. 0251/61328
  • Gemeinschaftspraxis Dr. Derya Önaldi-Mohr, Idenbrockplatz 28, Tel. 0157/58201653
  • Gemeinschaftspraxis Dr. Gabriele Fuchs, Harald Kuiper, Marktallee 19, Tel. 0251/6055
  • Gemeinschaftspraxis Dr. Cathrin Meyer-Tassler, Dr. Barbara Stöckmann, Salzstraße 29, Tel. 0251/43570
  • Gemeinschaftspraxis Dr. Sonja Susewind, Dr. Sylvia Tjan-Schäpsmeier, Nordstraße 20, Tel. 0251/293081
  • Gemeinschaftspraxis Dr. Sabine Adolf, Dr. Dr. Katja Kemmerling, Dr. Silke Niepagenkemper, Marktallee 11, Tel. 02501/2196
  • Hausärztlich-Internistisches Arztzentrum im Kreuzviertel, Dr. Maria Schäper, Dr. Bassam Willenborg, Raesfeldstr. 15, Tel. 0251/9225150
  • Hausarztpraxis am Hansaring, Birgit Aufderhaar-Wölke, Dr. Daniel Wölke, Hansaring 67, Tel. 0251/64273
  • Hausarztpraxis auf der Geist, Marcus Kleinhans, Dr. Armin Schuster, Dr. Cornelia Werbick, Metzer Straße 59, Tel. 0251/9862200 (ab 15.3.)
  • Anne Lodde, Davertstr. 48, Tel. 02501/3514
  • Medicum Münster, Dr. Peter Hamann, Handorfer Str. 10, Tel. 0251/324481
  • MVZ Medicum Münster, Dr. Tanja Heuerman, Dr. Michael Verpoort, Dorothee Mühlberger, Warendorfer Straße 185, Tel. 0251/23938020
  • Dr. Martina Hoppe, Dr. Nicola Lüpke, Reinerskamp 1, Tel. 0251/23938020
  • MVZ Medicum Münster, Dr. Hendrik Oen, Dr. Mayke Austermann, Dr. Hans-Jürgen Rauba, Handorferstrasse 20 , ohne Anmeldung
  • MVZ Medicum Münster, Thomas Post, Dr. Anne Waltering, Dr. Martin Ostermann, Hogenbergstraße 15, Tel. 0251/787330
  • Praxis Kiepenkerl, Dr. Ralf Becker, Christiane Beiske, Dr. Andrea Karsch, Dr. Christina Niebuhr, Bogenstraße 15-16, Tel. 0251/98163840
  • Praxis Mauritztor, Margitta Orgaß-Krüger, Warendorfer Straße 3, Tel. 0251/42244
  • Praxis Piusallee, Dr. Tim Hartwig, Piusallee 30, Tel. 0251/45013
  • Praxis Pommernstraße, Dr. Johannes Fühner, Julia Hegge, Pommernstrasse 4, Tel. 0251/61141
  • Dr. Christine Hellwig, Hoher Heckenweg, Tel. 0251-233661
  • Dr. Irina Hamm, Alfred-Krupp-Weg 3, Tel. 0251-1625941
  • Dr. Felicitas Runte, Wolbeckerstraße 21, Tel. 0251-60476
  • Dr. Engelbertz-von Eiff, Idenbrockplatz 24, Tel. 0251-213340
  • Dr. Domingos Schrader, Münsterstraße 9, Tel. 02506-1264
  • Gemeinschaftspraxis Dr. Heinrich Peter Kleine Wortmann, Dr. Ursula Liebig-Kleine Wortmann, Hiltruperstrasse 6, praxiskleinewortmann@t-online.de
Apotheken


  • Adler Apotheke, Salzstraße 58, Tel. 0251/414710
  • „Alte Apotheke“, Wolbecker Straße 304, Tel. 0251/381237 oder 0251/314756
  • Coerde-Apotheke, Hamannplatz 11, Tel. 0251/247171
  • Hansa-Apotheke, Wolbecker Straße 65, Tel. 0251/64498
  • Jahreszeiten Apotheke, Catharina-Müller-Straße 2, Tel. 0251/2705027
  • St. Georg Apotheke, Hammer Straße 13, Tel. 0251/531480
  • Süd-Apotheke, Hammer Straße 101, Tel. 0251/7774880

Informationen zur Impfreihenfolge 

§ 1 Absatz 2 Satz 1 der Verordnung regelt die Reihenfolge der Impfungen. Danach sollen die Länder und der Bund die vorhandenen begrenzten Impfstoffkapazitäten so nutzen, dass zunächst Anspruchsberechtigte nach § 2, dann Anspruchsberechtigten nach § 3 und im Anschluss Anspruchsberechtigten nach § 4 geimpft werden.

Rückwirkend zum 08.03.2021 ist die Coronavirus-Impfverordnung erneut angepasst worden. Unter anderem sind folgende Änderungen vorgenommen worden:

  • § 1 Absatz 3 ermöglicht ein Abweichen von der Impfreihenfolge, wenn dies für eine effiziente Organisation der Schutzimpfungen oder eine zeitnahe Verwendung vorhandener Impfstoffe notwendig ist oder um eine Ausbreitung aus hochbelasteten Grenzregionen oder Hochinzidenzgebieten zu verhindern.
  • Die Regelung der Impfverordnung, die eine vorrangigen Nutzung des Vektorviren-Impfstoffs des Herstellers AstraZeneca Life Science in der Gruppe der 18 bis 64 Jährigen vorsah, ist entfallen, da die Ständige Impfkommission ihre Empfehlung angepasst hat.
  • Im Wortlaut des § 2 und § 3 sind Klarstellungen vorgenommen worden. Zudem finden sich wichtige weiterführende Ausführungen in der Verordnungsbegründung. Beispielsweise wird dort ausgeführt, dass unter den Begriff „ambulante Dienste“ in § 2 Absatz 1 Nr. 3 auch pflegende Angehörige fallen.
  • Die relevanten Vorerkrankungen in § 3 wurden ergänzt. Neu aufgenommen wurden z.B. Personen mit Muskeldystrophien oder vergleichbaren neuromuskulären Erkrankungen und Personen mit Conterganschädigungen.
  • Zudem ermöglicht die neue Impfverordnung die Impfung durch beauftragte Ärzte und Betriebsärzte

Quelle: Bundesvereinigung Lebenshilfe 

Höchste Priorität:

"Personen, die in stationären und teilstationären Einrichtungen sowie ambulant betreuten Wohngruppen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind (§ 2 Absatz 1)" 

  • diese Vorschrift umfasst Bewohner*innen und Mitarbeitende. 
  • (Besondere Wohnformen nach dem SGB IX, also Einrichtungen, deren Zweck die Unterstützung von Menschen mit (geistiger) Behinderung ist, scheinen nach dem Wortlaut der Vorschrift nicht erfasst zu sein (siehe Einschätzung der Bundesvereinigung Lebenshilfe)).

"Personen, die im Rahmen ambulanter Dienste regelmäßig ältere oder pflegebedürftige Menschen behandeln, betreuen oder pflegen [...] (§2 Absatz 1 Nummer 3)" :

  •  der Wortlaut ist zum 08.03.2021 angepasst worden. Es heißt nun nicht mehr "ambulante Pflegedienste", sondern "ambulante Dienste". Der Wortlaut ist damit erweitert worden. 
  • Darunter fallen nun unter anderem auch Beschäftigte, die im Rahmen einer persönlichen Assistenz oder Einzelfallhilfe pflegebedürftige oder geistig behinderte Menschen ambulant pflegen und betreuen. 
  • auch pflegende Angehörige fallen laut Verordnungsbegründung unter den Begriff der ambulanten Dienste (mit der Voraussetzung, dass regelmäßig ein älterer oder pflegebedürftiger Mensch gepflegt wird). 

Personen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben. 

Hohe Priorität

"Personen, bei denen ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht."

  • Die Liste an relevanten Vorerkrankungen ist mit der überarbeiteten Fassung deutlich erweitert worden. Zu den relevanten Vorerkrankungen zählen u.a.  Personen mit Trisomie 21, mit einer Conterganschädigung, mit einer Demenz oder mit einer geistigen Behinderung oder mit schweren psychischen Erkrankungen (bipolare Störung, Schizophrenie, schwere Depression). Zusätzlich erfasst sind nun auch Personen mit Muskeldystrophie oder vergleichbarer neuromuskulärer Erkrankung- unabhängig davon, wo sie leben!
  • Zudem ist nun in §3, Absatz 1 Nummer 2j eine Öffnungsklausel enthalten, damit auch Personen Anspruch auf eine prioritäre Impfung haben, bei denen zwar keine der genannten Vorerkrankungen vorliegt, bei denen jedoch nach individueller ärztlicher Beurteilung ebenfalls ein sehr hohes oder hohes Risiko eines schweren oder tödlichen Krankheitsverlaufs besteht (ein entsprechendes Zeugnis darf nur von Einrichtungen ausgestellt werden, die von den Ländern mit dieser Aufgabe betreut werden). 

Bis zu zwei enge Kontaktperson von einer pflegebedürftigen Person der oben genannten Gruppe, die nicht in einer Einrichtung lebt.

  • Die Verwendung des Begriffes "pflegebedürftig" spricht laut Einschätzung der Bundesvereinigung Lebenshilfe dafür, dass eine zusätzliche Voraussetzung geschaffen wurde. Das heißt, dass eine vorrangige Impfung nur in Betracht kommt, wenn die Person mit den aufgeführten Vorerkrankungen (also z.B. Trisomie 21) auch pflegebedürftig ist.
  • Wichtig: erfasst sind mit dieser Vorschrift nach Auffassung der Bundesvereinigung Lebenshilfe auch bis zu zwei enge Kontaktpersonen von Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren, die entsprechende Vorerkrankungen haben, aber selbst noch nicht geimpft werden können

"Personen, die in stationären oder teilstationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege geistig oder psychisch behinderter Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Dienste regelmäßig geistig oder psychisch behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen." (§3 Absatz 1 Nummer 4)

  • Der Wortlaut wurde hier so angepasst, dass statt von ambulanten Pflegediensten nun von "ambulaten Diensten"  die Rede ist. Somit ist klargestellt, dass Mitarbeitende ambulanter Dienste der Eingliederungshilfe nach dem SGB IX erfasst sind, wenn sie regelmäßig Menschen mit geistiger Behinderung behandeln, betreuen oder pflegen. 

"Personen, die in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege und in Grundschulen, Sonderschulen oder Förderschulen tätig sind" (§3 Absatz 1  Nummer 9)
"Personen, die im Rahmen der nach Landesrecht anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag im Sinne des § 45 a des SGB XI regelmäßig bei älteren oder pflegebedürftigen Menschen tätig sind (§3 Absatz 1 Nummer 12).

  • Umfasst sind damit auch Angebote zur Unterstützung im Alltag nach § 45 a, SGB XI. 

Personen, die das 70. Lebensjahr vollendet haben

Quelle: Bundesvereinigung Lebenshilfe

Hinweis:

  • Oben genannt sind Aspekte der Corona-Impfverordnung, die für Menschen mit Behinderung relevant sind. Genauere Ausführungen zu diesen Vorschriften und deren möglichen Auslegungen finden Sie auf der Internetseite der Bundesvereinigung Lebenshilfe.
  • Eine Übersicht über den "Impffahrplan" für das Land NRW finden Sie außerdem auf der Seite des Landesministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales hier. 
  • den aktuellen Stand zu den konkreten Umsetzungen in Münster finden Sie hier. 

Warum sollte ich mich impfen lassen? 

„Die Impfung ist eine einzigartige Chance, die Pandemie unter Kontrolle zu bringen.“ mags.nrw

  • Niemand wird zur Impfung gezwungen, es handelt sich hierbei um ein kostenloses Angebot von Bund und Ländern.
  • Da es momentan aber noch kein Medikament gegen COVID-19 gibt, gilt eine Impfung als beste medizinische Chance gegen die Krankheit. Eine Impfung trägt sowohl zum individuellen Schutz als auch zur Eindämmung der Pandemie bei. Mittelfristig wird die Impfung es ermöglichen, die Kontaktbeschränkungen zu lockern.
  • Wie lange der Impfschutz besteht, ist momentan noch nicht geklärt.
  • Wie bei jeder Impfung können auch hier Impfreaktionen auftreten. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Welche Impfstoffe werden verwendet? 

  • In der EU und somit auch in Deutschland sind momentan die beiden mRNA-Impfstoffe von BioNTech ( „Comirnaty“) und Moderna („COVID-19 Vaccine Moderna“) zugelassen. Die Impfung mit Astra Zeneca wurde am 15. März vorerst gestoppt. 
  • Die beiden mRNA-Impfstoffe haben sich in der klinischen Erprobung als sehr effektiv erwiesen: mit einer Wahrscheinlichkeit von ca. 95 % erkrankt eine geimpfte Person nach Kontakt mit SARS-CoV-2 nicht an Corona.
  • Beide Impfstoffe müssen in zwei Dosen in einem Abstand von ca. 3 Wochen verimpft werden.
  • Der Vektor-Impfstoff von Astra Zeneca muss ebenfalls zweimal verimpft werden, allerdings im Abstand von vier – zwölf Wochen. Die bisher ermittelte Wirksamkeit liegt bei 60 %.
    Im Gegensatz zu den anderen beiden Impfstoffen ist Astra Zeneca momentan nur für 18- bis 65-Jährige zugelassen. Für Jüngere bzw. Ältere liegen noch nicht genügend Daten zur Prüfung vor. Die Zulassung wird von der STIKO bei neuer Datenlage entsprechend angepasst.


Für alle Anspruchsberechtigten laut Impfreihenfolge gilt: 

  • Wenn die STIKO Impfstoffe ausschließlich für Personen zwischen 18 und 64 Jahren empfiehlt, sollen diese Personen vorrangig diese Impfstoffe enthalten. Dies gilt im Moment für den Impfstoff von Astra Zeneca. 
  • Wenn die STIKO hingegen Impfstoffe nur für Personen unter 18 Jahren und ab 65 Jahren empfiehlt, sollen diese Personen bei der Versorgung mit diesen Impfstoffen vorrangig berücksichtigt werden. Für Personen ab 65 Jahren sollen daher vorrangig die Impfstoffe von BioNTech und  Moderna eingesetzt werden. Da der Impfstoff von BioNTech als einziger bereits für Personen ab 16 Jahren einsetzbar ist, gilt auch für diesen Personenkreis die vorrangige Berücksichtigung bei der Versorgung mit diesem Impfstoff. 

Warum gibt es so schnell Impfstoffe?

Aufgrund der akuten Dringlichkeit hat sich eine besondere Situation ergeben:

  • Bereits in der Entwicklungsphase haben die Hersteller wie etwa BioNTech nach und nach Daten zu dem neuen Impfstoff an die zuständigen Zulassungsbehörden geschickt („Rolling Review“)
  • Die STIKO („Ständige Impfkommission“) hat diese Daten unabhängig ebenfalls nach und nach bewertet
  • So konnte es zeitnah eine Zulassung des Impfstoffes sowie eine wissenschaftlich fundierte Empfehlung geben.

Wo wird geimpft? 

  • Die Münsterische Impfzentrale ist in der Halle Münsterland eingerichtet.
  • Abhängig von der Verfügbarkeit des Impfstoffes sollen danach auch niedergelassene Praxen und Betriebsärzte eingebunden werden.

Wie bekomme ich einen Termin? 

  • Die rund 1,2 Millionen Über-80-Jährigen in Nordrhein-Westfalen wurden in einem Schreiben von Minister Laumann über die Möglichkeiten der Terminvereinbarung und die Abläufe in den Impfzentren informiert.
  • Nach Erhalt des Schreibens kann man zwei Termine über die Hotline oder die Internetadresse vereinbaren.
  • Zunächst werden Menschen geimpft, die 80 Jahre oder älter sind und außerhalb von Einrichtungen leben (siehe auch unter Punkt "Impfreihenfolge").
  • Die kostenlose Telefonnummer lautet: 0800 11611702


Wie läuft die Impfung ab? 

  • Eine Impfung wird nur mit Termin möglich sein. Die Behörden bitten darum, nicht ohne Termin zu den Impfzentren zu kommen.
  • Für die Terminvergabe kann die Telefonnummer 0800 11611702 oder die Internetseite www.116117.de genutzt werden. Auch eine Terminvergabe via App ist vorgesehen.
  • Nach Ihrer Anmeldung werden Sie ausführlich von einer Ärztin oder einem Arzt beraten, sowohl zu Ihrer medizinischen Vorgeschichte als auch zu Fragen rund um die Impfung.
  • Das Landesgesundheitsministerium weist ausdrücklich darauf hin, dass die Impfung nur mit Ihrer ausdrücklichen Einwilligung erfolgt und selbstverständlich nur dann, wenn es keine Komplikationen gibt.
  • Normalerweise wird die Impfung in den Oberarm gespritzt. Nach der Impfung sollen Sie noch ca. 30 Minuten zur Beobachtung bleiben – so soll sichergestellt werden, dass Ihnen nicht etwa auf dem Heimweg unwohl wird.
  • Die Impfung mit dem aktuell verwendeten Impfstoff „Comirnaty“ von BioNtech/ Pfizer (gleiches gilt auch für den Impfstoff von Moderna) muss im Abstand von drei Wochen zweimal durchgeführt werden, um ihre Wirksamkeit zu entfalten. Deshalb erhalten Sie zwei Termine.
 
Bringen Sie zum Impftermin bitte mit:

  • Terminbestätigung
  • Impfpass
  • Elektronische Gesundheitskarte
  • Falls vorhanden: medizinische Unterlagen wie etwa Diabetikerausweis
  • Nachweis für die priorisierte Berechtigung zur Impfung
    o Altersnachweis (z.B. Personalausweis)
    o Bei chronischen Erkrankungen: ärztliches Zeugnis
    o Als Kontaktperson brauchen Sie eine entsprechende Bestätigung der von Ihnen betreuten Person

Was muss ich nach der Impfung beachten?

Nach der Impfung haben Sie einen Schutz dagegen, an COVID-19 zu erkranken. Sie können aber ggf. das Virus noch weiter verbreiten und Menschen anstecken, die noch nicht geimpft sind. Daher gilt auch nach der Impfung: Abstand- und Hygieneregeln beachten, Maske tragen und regelmäßig lüften! 

Wo finde ich Informationen in Leichter Sprache?

  • Unser NetzStecker-Büro für inklusive Medienbildung hat wichtige Informationen in Leichter Sprache zusammengestellt.

      Den Flyer können Sie hier herunterladen! 

Wo finde ich mehrsprachige Informationen?

  • das Landesministerium bietet eine Video-Sprechstunde in Deutscher Gebärdensprache an. 
  • das Robert-Koch-Institut hat Aufklärungsbogen zur Impfung in 19 verschiedenen Sprachen zusammengestellt. 
  • Refugio Münster bietet eine mehrsprachige Telefonsprechstunde zu "Psychischer Gesundheit in Zeiten von Corona" an. 

Kontakt

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